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Mouches Volantes
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PATRICIA MARTSCH

 Hallo, wir sind ohne Vater in einer Wohnung eingesperrt

eingeladen von | invited by
IHSAN ALISAN

16. OCT. - 30. OCT.

Eröffnung | Opening
15. OCT.
19 UHR | 7 PM

Performances
15. OCT.
19 UHR | 7 PM
featuring Andrea Martsch-Eschweiler

16. OCT.
16 UHR | 4 PM
featuring Andrea Martsch-Eschweiler

23. 24. & 30. OCT.
16 UHR | 4 PM
featuring Andrea Martsch-Eschweiler and Victoria Martsch

|english below|


Patricia Martsch will tote Orte wiederbeleben. Die völlige und allumfassende Konfrontation mit einer quälenden Vergangenheit, das Aufscheuchen lähmender Geister und der blockierende Teufel an der Wand sollen ALLES besser machen. Absolut größte Schwäche: komplett hängengeblieben in dem, was war. Und so darf es nicht doch nicht bleiben.
Daher macht die Künstlerin die Räume der Galerie Mouches Volantes zur Wohnung und hat zusammen mit ihrer Mutter und ihrer Schwester raumgreifende Performances entwickelt, die sich wie merkwürdige Szenen in der falschen Behausung abspielen. Wobei diese mitunter nicht klar als solche gekennzeichnet sind. Für die Besucher:Innen fühlt es sich manchmal so an, als würden sie invasiv die privaten Räume einer Familie betreten und voyeuristisch dabei zuschauen, wie sich Dinge ereignen. Oder eben nicht ereignen. Performance und Privates gehen ineinander über.
Was die Künstlerin will: Überwindung durch Konfrontation. An einen geisterhaften Ort zurückkehren, der nurmehr in der Erinnerung existiert. Kontrolle gewinnen. Sich aus den Fängen einer allzu konservierten und imaginierten Vergangenheit lösen. Es ist auch ein Generationenkonflikt, aber ein sehr intimer und emotionaler. Während die Künstlerin in einem Becken aus Schleim liegt, mit Teddys an Händen und Füßen, und ihre Schwester neben ihr sitzt und beruhigend auf die Besucher:Innen einredet, es ginge der Schwester schon wieder etwas besser, man müsse sich keine Sorgen machen, macht ihre Mutter im Nebenraum die Wäsche und telefoniert und wiederholt dabei monoton und immer wieder den Satz „Seid bitte still, ich telefoniere!“, während im Hintergrund „Prelude“ läuft, die Duschszenenmusik aus dem Horrorfilm „Psycho“. Große Videoprojektionen im beinahe gänzlich ausgefüllten Raum sollen die einnehmende Wucht des Vergangenen unterstreichen und zusammen mit den Menschen im Raum auch auf eine Wucht verweisen, die sich im Hier und Jetzt befindet: In unseren warmen, lebendigen Körpern, die Vergangenes zwar konservieren, es aber eben auch vermögen, uns mit ihren Bewegungen zu trösten und zu erden und auf Veränderung und Zukunft hinzuweisen.

Zu der Ausstellung erscheint eine Edition von Kunstwerken in 20er Auflage zum Preis von jeweils 80€.

Patricia Martsch studiert Freie Kunst an der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig bei Hartmut Neumann und Candice Breitz.


|english|


Patricia Martsch wants to revive dead places. The complete and all-encompassing confrontation with a tormenting past, the flushing out of paralyzing ghosts and the blocking devil on the wall are supposed to make EVERYTHING better. Absolute biggest weakness: completely stuck in what was. And it must not remain so after all.
Therefore, the artist turns the rooms of the gallery Mouches Volantes into an apartment and, together with her mother and her sister, has developed space-consuming performances that take place like strange scenes in the wrong dwelling. Whereby these are sometimes not clearly marked as such. For the visitors, it sometimes feels as if they are invasively entering the private spaces of a family and voyeuristically watching things happen. Or not happening. Performance and the private merge into one another.
What the artist wants: overcoming through confrontation. To return to a ghostly place that exists only in memory. To gain control. To free oneself from the clutches of an all too conserved and imagined past. It is also a generational conflict, but a very intimate and emotional one. While the artist lies in a pool of slime, with teddies on her hands and feet, and her sister sits next to her and soothingly talks to the visitors:inside that her sister is already somewhat better, that there is nothing to worry about, her mother does the laundry in the next room and talks on the phone, repeating monotonously and over and over again the sentence "Please be quiet, I'm on the phone!" while "Prelude" plays in the background, the shower scene music from the horror film "Psycho". Large video projections in the almost completely filled room are meant to emphasize the engaging force of the past and, together with the people in the room, also point to a force that is in the here and now: In our warm, living bodies, which conserve the past, but are also able to comfort and ground us with their movements and point to change and the future.

An edition of 20 artworks will be published at a price of € 80 each.

Patricia Martsch studies fine arts at the Braunschweig University of Fine Arts in the class of Candice Breitz and Hartmut Neumann.


Gefördert von | With support of:

kulturamt


demnächst | coming soon




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MOUCHES VOLANTES
presents

HAVIN AL SINDY

Personae
@ The Others Art Fair

4.- 7. NOV. 2021

Pavilion 3
Torino Esposizioni
Via Petrarca 39/B
10126 Turino / Italy

|english below|


Mouches Volantes ist sehr erfreut, die Teilnahme an der kommenden Ausgabe der Messe The Others Art Fair in Turin/ Italien vom 4. bis 7. November ankündigen zu dürfen. Auf der Messe zeigen wir das Werk 'Personae' der Künstlerin Havin Al-Sindy auf Einladung von Ihsan Alisan.

The Others Art Fair ist die wichtigste italienische Messe für aufstrebende nationale und internationale zeitgenössische Kunst.



|english|



Mouches Volantes is happy to announce it‘s participation in the upcoming edit ion of The Others Art Fair in Turino/ Italy November 4th-7th presenting the work ‚Personae’ by the Artist Havin Al-Sindy invited by Ihsan Alisan.

The Others Art Fair is the main Italian fair dedicated to emerging national and international contemporary art.



MOUCHES VOLANTES
presents

NOEMI WEBER

@ BAITBALL Project 2

29. NOV. - 12. DEZ. 2021

Palazzo San Giuseppe
Polignano a Mare / Italy



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EVELINA VELKAITE

Das doppelte Bild

05. - 13. NOV. 2021

|english below|


"Das doppelte Bild

Im Jahr 2020 entsteht ein größerer Zyklus, der auf eine Reise durch Indien und in die indische Stadt Varanasi am Ganges zurückgeht, dort wo die hinduistische Verbrennungssrituale stattfinden und die höchste Betriebsamkeit herrscht, Stille und Lärm ungebremst aufeinandertreffen. So lebhaft und farbig diese Darstellungen auch sind, es geht um Spiritualität und Transzendierung des Lebens.
Das Vorkommnis entleerter Partien, welche von Schleiern aus Farbe umfasst sind. Das Ausfasern der expressiven Bewegung, und damit auch ein Malen gegen die Routine –es scheint als wäre jeder Berg, jeder Baum, jeder Weg ein Wunderwerk, das sich Evelina Velkaite mit Farben überhaupt zum ersten Mal aneignet."

Thomas Hirsch

Ausschnitt aus "Orte grenzenloser Weite"

|english|


"The double image

In 2020, a larger cycle is created, which goes back to a journey through India and to the Indian city of Varanasi on the Ganges, where the Hindu burning rituals take place and the highest bustle prevails, silence and noise meet without restraint. As vivid and colorful as these depictions are, they are about spirituality and transcendence of life.
The occurrence of emptied parts, which are enclosed by veils of color. The unraveling of expressive movement, and thus also a painting against routine -it seems that every mountain, every tree, every path is a miracle that Evelina Velkaite appropriates with colors for the first time ever."

Thomas Hirsch

Excerpt from "Places of boundless vastness"


Gefördert von | With support of:

kulturamt

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CONSTANTIN HARTENSTEIN

A0-3959X.91 - 15

kuratiert von | curated by
GILLES NEIENS

16. NOV. 2021 – 15. JAN. 2022

Eröffnung | Opening
15. NOV.
19 UHR | 7 PM

Performance
15. NOV.
19 UHR | 7 PM

|english below|


Das Ausstellungsprojekt „A0-3959X.91 – 15 “ von Constantin Hartenstein, kuratiert von Gilles Neiens, setzt sich auf alchemistisch-technoide Art und Weise mit industriell hergestellten Substanzen der postdigitalen Zeit auseinander.
In unterschiedlich großen, durch Kabel verbundenen Bassins, präsentiert der Künstler in den Räumlichkeiten von Mouches Volantes ein neues queeres Elixier. Dieses wurde u.a. aus Pheromonen, Künstler-Schweiss und aus symbolisch aufgeladenen Substanzen wie Gleit- & Testogel, Poppers oder G gewonnen. Einige dieser luziden Flüssigkeiten sind mit Algen angereichert und erhellen nachts geheimnisvoll das steril-kühle Setting. Die an den Wänden hängenden klinischen Wandreliefs bestehen zudem aus einer Mischung der Elixiere und aus bläulich schimmerndem Epoxidharz.
Nicht umsonst fühlt man sich an eine Laborsituation erinnert. In einer Ära der hedonistischen Selbstdarstellung und -optimierung, macht Constantin Hartenstein maschinelle und oft verborgene Prozesse sichtbar. In performativen Akten agiert während der Eröffnung ein Performer als Laborant und !aktiviert” erst die Flüssigkeiten.
Thematisiert werden Fragen nach Produktionsvorgängen und hybriden Materialien, die den Körper verändern und neu definieren (können). Wie integriert sich der Körper heute in seine künstlich-mechanische Umgebung und wie formt er sich dadurch weiter? Vielleicht werden so manch düsteren Prognosen aus uns bekannten Science-Fiction-Welten Realität, oder sind es bereits geworden?
Verhandelt werden die noch unbekannten Auswirkungen, welche diese technologischsensorischen Substanzen auf den Körper insgesamt haben und vor allem die Frage, wie sich der queere Mensch in einer transhumanen Gesellschaft bewegt.
Ein Flakon, als Edition konzipiert, wird mit dem über den Ausstellungszeitraum gewonnenen Elixir gefüllt und kann zum Ende der Ausstellung erworben werden. Vielleicht beinhaltet er die Antworten auf die Fragen? Das Öffnen des Fläschchens jedenfalls kann nur auf eigene Gefahr erfolgen!

Zu der Ausstellung erscheint eine Edition von Kunstwerken in 20er Auflage zum Preis von jeweils 80€.

Constantin Hartenstein (*1982), ist Künstler und lebt in Berlin. In Performance, Skulptur und Video untersucht er, wie die individuelle menschliche Existenz in ihre künstlich-mechanische Umgebung integriert und durch sie verändert wird.

Gilles Neiens (*1985) ist freier Kurator und lebt in Berlin & Düsseldorf. In seinen Ausstellungs-Projekten, versucht er aktuelle gesellschaftliche Themen mithilfe sorgfältig ausgewählter Kunstwerke, einem möglichst breiten Publikum näher zu bringen.



|english|


The exhibition project "A0-3959X.91 - 15 " by Constantin Hartenstein, curated by Gilles Neiens, deals in an alchemical-technoid way with industrially produced manufactured substances of the post-digital age.
In basins of different sizes, connected by cables, the artist presents in the premises of Mouches Volantes a new queer elixir. This was created, among other things. pheromones, artist's sweat and symbolically charged substances like Lubricant & Testogel, poppers or G extracted.
Some of these lucid liquids are enriched with algae and illuminate at night mysteriously illuminate the sterile-cool setting. The clinical wall reliefs hanging on the walls wall reliefs hanging on the walls are also made of a mixture of the elixirs and of bluish shimmering epoxy resin.
Not for nothing does one feel reminded of a laboratory setting. In an era of hedonistic self-expression and optimization, Constantin Hartenstein makes makes mechanical and often hidden processes visible. In performative acts during the opening a performer acts as a laboratory assistant and "activates" the liquids.
Thematized are questions about production processes and hybrid materials, which change and (can) change and redefine the body. How does the body integrate itself today into into its artificial-mechanical environment and how does it thereby continue to shape itself? Perhaps some of the gloomy predictions from the science fiction worlds we are familiar with become reality, or have already become reality?
The still unknown effects of these technologically sensory substances on the body as a whole and, in particular substances have on the body as a whole and, above all, the question of how queer queer human being moves in a transhuman society. A bottle, conceived as an edition, will be filled with the elixir obtained over the exhibition period obtained over the exhibition period and can be purchased at the end of the exhibition. Perhaps it contains the answers to the questions? In any case, the bottle can only be opened only at your own risk!

An edition of 20 artworks will be published at a price of € 80 each.

Constantin Hartenstein (*1982), is an artist living in Berlin. In performance, sculpture and video, he explores how individual human existence is integrated into and transformed by its artificial-mechanical environment.

Gilles Neiens (*1985) is a freelance curator living in Berlin & Düsseldorf. In his exhibition projects, he tries to bring current social issues to the attention of the widest possible audience with the help of carefully selected artworks.


Gefördert von | With support of:

kulturamt


Mouches Volantes
Ebertplatz Passage 1
(former BRUCH & DALLAS)
50668 Köln


täglich 15-20 UHR
|
daily 3-8 PM


info@mouchesvolantes.org


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